⁠Regierungen sollten solchen Bestrebungen entgegenwirken, sagte sie am ⁠Donnerstag auf einer EZB-Konferenz in Frankfurt. Viele der Argumente, ‌die zugunsten einer Deregulierung ins ‌Feld geführt würden, seien ​fehlerhaft. Ihr Nutzen sei zweifelhaft, während die potenziellen Kosten beträchtlich seien. «Dank der Reformen, die nach der globalen Finanzkrise umgesetzt wurden, fungierte das Bankensystem ‌bei den jüngsten Schocks als Stabilitätsanker», erklärte die EZB-Direktorin, die Anfang Januar ihr Amt vorzeitig niederlegt, um ​zum Internationalen Währungsfonds zu wechseln.

Sie ​betonte, die Verlagerung von ​Finanzaktivitäten in den weniger stark regulierten Nichtbankensektor habe das Finanzsystem ‌anfälliger gemacht. Dies berge zudem Risiken für die Stabilität des Bankensektors: Geldinstitute seien eng ​mit Nichtbanken ​verflochten und zunehmend ⁠auf diese als Finanzierungsquelle angewiesen. Dadurch ​entstünden Kanäle, ⁠über die sich Stress im gesamten Finanzsystem ausbreiten ‌könne. Fremdkapitalhebel, die Abhängigkeit von kurzfristiger Finanzierung sowie die Verflechtungen in den Kernmärkten erforderten ‌daher eine stärkere Aufsicht.

(Reuters)