Die grösste italienische Bank Intesa Sanpaolo hat von der Europäischen Zentralbank (EZB) die Erlaubnis ‌für ⁠die Übernahme des Konkurrenten Monte dei Paschi di Siena (MPS) ⁠erhalten.

Die Genehmigung sei ein wichtiger Schritt für das 32 ‌Milliarden Euro schwere Angebot, teilte Intesa ‌am Dienstag mit. Die ​EZB genehmigte zudem die indirekte Kontrolle über die Investmentbank Mediobanca. Nun richtet sich der Blick auf die italienische Börsenaufsicht Consob, die das Angebotsdokument Anfang kommenden Monats billigen ‌dürfte. Anschliessend kann Intesa die Angebotsphase einleiten. Die Entscheidung der Kartellbehörde wird für die zweite Novemberhälfte erwartet.

Um kartellrechtliche ​Bedenken auszuräumen, hat Intesa dem Verkauf der ​Hälfte der MPS-Filialen an ​den Versicherer Unipol zugestimmt. Unipol will die Standorte mit den Niederlassungen ‌der mittelgrossen Bank BPER zusammenlegen. Die Wettbewerbshüter prüfen zudem die Auswirkungen auf den Versicherungsmarkt: Durch die Übernahme von MPS, ​die ​im vergangenen Jahr den ⁠grössten Generali-Aktionär Mediobanca gekauft hatte, wird ​Intesa indirekt 13,4 ⁠Prozent an dem Versicherer Assicurazioni Generali halten.

Der ‌Chef der italienischen Kartellbehörde, Saverio Valentino, hatte vergangene Woche erklärt, man müsse Intesa möglicherweise Verhaltensauflagen machen, ‌um sicherzustellen, dass die Beteiligung ein reines ​Finanzinvestment bleibe.

(Reuters)