EZB - Lagarde warnt vor einer Krise wie 2008

Christine Lagarde hat offenbar davor gewarnt, dass Europa einen ähnlichen wirtschaftlichen Schock wie in der Finanzkrise riskiert, wenn die Entscheidungsträger nicht schnell bezüglich des Coronavirus handeln.
11.03.2020 10:25
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank.
Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank.
Bild: Bloomberg

Zudem signalisierte die EZB-Präsidentin unterrichteten Kreisen zufolge, dass die Europäische Zentralbank bereits in dieser Woche Maßnahmen ergreifen wird.

Lagarde sagte am Dienstagabend auf einer Telefonkonferenz gegenüber den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, dass Europa ohne koordiniertes Handeln “ein Szenario erleben wird, dass viele von uns an die Umstände der großen Finanzkrise von 2008 erinnern wird”, wie eine mit ihren Äusserungen vertraute Person sagte. Mit der richtigen Reaktion werde sich der Schock als temporär erweisen, fügte die EZB-Chefin hinzu.

Die geldpolitischen Entscheidungsträger der EZB werden ihrer Aussage nach bei der Ratssitzung in dieser Woche alle Instrumente unter die Lupe nehmen, insbesondere solche, die “super-billige” Finanzierung bieten und gewährleisten, dass Liquidität und Kredite nicht versiegen, sagte die Person. Sie bat um Anonymität, da die Äußerungen auf der Telefonkonferenz vertraulich sind.

Lagarde habe hinzugefügt, dass die Maßnahmen nur funktionieren können, wenn die Regierungen Schützenhilfe leisten, sagte die Person. Sie habe auf Schritte verwiesen, um die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen in den betroffenen Gebieten zu gewährleisten.

(Bloomberg)