Die neuen Zahlen seien «etwas besser» ausgefallen, sagte der Präsident des Fed-Bezirks Chicago am Donnerstag (Ortszeit) dem Sender Fox News. Er äusserte die Hoffnung, dass sich die Inflation weiter abschwäche, sobald die Auswirkungen von Zöllen und den durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreisen nachliessen. Wenn diese Faktoren überwunden seien, könne die Notenbank auf den von ihm sogenannten goldenen Pfad zurückkehren und die Teuerungsrate wieder in Richtung des Ziels von zwei Prozent steuern. Das aktuelle Niveau im Drei-Prozent-Bereich sei jedoch weiterhin zu hoch.
Die US-Notenbank (Fed) hatte ihren Leitzins im vergangenen Monat in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Allerdings hatten sich mindestens fünf der 19 Währungshüter für eine Zinserhöhung ausgesprochen. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, gemessen am Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE). Dieser Wert lag im Juni bei 3,7 Prozent, nach einem jüngsten Höchststand von 4,1 Prozent im Mai. An den Finanzmärkten war bis vor kurzem noch mit einer Zinserhöhung im September gerechnet worden. Nach schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten sowie moderaten Verbraucher- und Erzeugerpreisen im Juli gehen Investoren nun jedoch nicht mehr von einem baldigen Zinsschritt aus. Die US-Wirtschaft fühle sich derzeit recht stabil an, erklärte Goolsbee. Die Notenbank achte nun vor allem auf die Entwicklung der Inflation.
(Reuters)

