Die Auswirkungen der Zölle liessen nach und die höheren Energiepreise wirkten sich nicht auf andere Dienstleistungen aus, sagte Williams am Mittwoch in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC. «Die jüngsten Daten sind ermutigend». Zudem sei zu beobachten, «dass der Inflationstrend langsam nach unten tendiert, da einige der Auswirkungen der Zölle allmählich in den Hintergrund treten», so Williams weiter

Der Chef der New Yorker Fed unterstützte die Entscheidung, die Zinssätze bei der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) im Juli unverändert zu lassen. «Nach der letzten FOMC-Sitzung befinden sich die Zinssätze an einem guten Punkt, um das doppelte Mandat der Zentralbank - Vollbeschäftigung und Preisstabilität - in Einklang zu bringen», sagte Williams.

«Wir sammeln derzeit viele Daten und müssen diese neu bewerten», fügte er hinzu. Williams sagte, die grössten Inflationstreiber seien nach wie vor Zölle und höhere Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. «Es gibt auch noch einige Auswirkungen der höheren Inflation im Dienstleistungssektor», fügte er hinzu.

Zinserhöhung im September denkbar

Die Fed-Vertreter werden am 15. und 16. September in Washington tagen. Zuvor hatten sie die Leitzinsen in diesem Jahr bei fünf aufeinanderfolgenden Sitzungen unverändert gelassen. Nach Einschätzung von Ökonomen ist eine Leitzinserhöhung im September denkbar.

So hatte Notenbankchef Kevin Warsh zuletzt seine Entschlossenheit zur Inflationsbekämpfung erklärt. Williams gilt hingegen als geldpolitische Taube. Er spricht sich also im Zweifel gegen Zinserhöhungen aus.

(AWP)