Finanzbranche - Sieben Schweizer Banken in Geldwäschereifall Karimova verwickelt

Im Geldwäschereifall um die Tochter des früheren usbekischen Staatspräsidenten Gulnora Karimova sind einer Meldung der Handelszeitung zufolge sieben Schweizer Banken involviert.
28.08.2019 17:14
Am Hauptsitz der Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz.
Am Hauptsitz der Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz.
Bild: cash

Dies seien Lombard Odier, die Credit Suisse, die Genfer Privatbanken Mirabaud, Bordier und EFG sowie die Zürcher Filialen von UBP und Vontobel, schrieb das Blatt in einem am Mittwoch vorab veröffentlichtem Artikel (HaZ, 29.08.).

Ein rechtsgültiger Strafbefehl der Bundesanwaltschaft zeige, dass die Banken einen engen Kontakt mit Karimovas Umfeld gepflegt hätten. Insgesamt seien dreissig Konten eröffnet worden, hinter denen auch politisch exponierte Personen (PEP) standen, darunter der frühere Ehemann Karimovas, Rustam Madumarov, so die Meldung weiter.

Über die Konten wurden demnach Beträge im dreistelligen Millionenbereich verschoben, ohne dass die Banken Verdacht schöpften. Mit dem Strafbefehl der Bundesanwaltschaft sind 131 Millionen Franken eingezogen worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit 2012 in dem Fall. Gelder in Höhe von mehr als 800 Millionen Franken wurden dabei blockiert.

Die Bankenaufsicht Finma wollte dem Blatt gegenüber nicht kommentieren, ob sie aufsichtsrechtliche Verfahren gegen involvierte Banken eingeleitet hat und was die Resultate sind.

(AWP)