Finanzinstitut - Goldman Sachs mit weiterer Fintech-Beteiligung in Berlin

Nur wenige Monate nach der Beteiligung an einer Finanzierungsrunde für das Berliner Fintech-Unternehmen Elinvar steigt Goldman Sachs bei einem weiteren Startup in der deutschen Hauptstadt ein.
21.07.2019 15:53
Der Hauptsitz von Goldman Sachs in New York.
Der Hauptsitz von Goldman Sachs in New York.
Bild: Bloomberg

Goldman Sachs investiert 25 Millionen Euro in Raisin und erhält dafür Anteile im geringen einstelligen Prozentbereich an der Internet-Plattform für Fest- und Tagesgelder, die auch unter der Marke WeltSparen bekannt ist. Mit den neuen Mitteln beläuft sich das Gesamtvolumen der Primärinvestitionen in das Fintech auf 195 Millionen Euro. Zu den Alt-Investoren von Raisin zählt unter anderem auch PayPal Holdings.

Das Unternehmen will das Geld dafür nutzen, um auf zwei weiteren europäischen Märkten zu expandieren und in den USA zu starten. Um letzteres zu erreichen, wurde Paul Knodel vom Robo-Advisor Wealthfront engagiert. Er soll das US-Geschäft aufbauen.

“Unser erklärtes Ziel ist es, 2020 in den USA zu starten, je früher, desto besser”, sagte Finanzvorstand Frank Freund in einem Interview mit Bloomberg. Ein Teil des eingesammelten Geldes könne auch für Zukäufe verwendet werden.

Berlin, bereits als Startup-Metropole in Deutschland etabliert, ist zuletzt auch dabei, sich als Zentrum für Fintech-Unternehmen einen Namen zu machen: Die von Peter Thiel unterstützte Smartphone-Bank N26 expandiert ebenfalls gerade in die USA, während der Bankenplattform-Anbieter Elinvar von ehemaligen Mitarbeitern der Deutschen Bank AG aufgebaut worden war.

Raisin wurde 2012 von Tamaz Georgadze, der als CEO das Unternehmen leitet, Freund und Michael Stephan gegründet. Bisher hat das Unternehmen Spareinlagen in Höhe von über 14 Milliarden Euro an 80 Partnerbanken vermittelt.

Freund ist optimistisch, dass diese Zahl bis Ende 2019 in Richtung 20 Milliarden Euro steigen wird. “Gegeben der Marktgrösse können wir uns auch zeitnah danach eine weitere Verdopplung sehr gut vorstellen.“

(Bloomberg)