Die Fakten seien eindeutig, sagte Walter am Montag am Kleinbanken-Symposium der Finma in Bern: «Bei der UBS führt die Finma über 40 Vor-Ort-Kontrollen pro Jahr durch; eine kleine Bank wird im Durchschnitt nur alle acht bis zehn Jahre einer Vor-Ort-Kontrolle unterzogen», so der Finma-Chef. Die Behörde arbeite somit nach dem Prinzip der Proportionalität.

Dabei gehe es aber nicht nur um die Grösse der Finanzhäuser, betonte Walter. Entscheidend sei das Risikopotenzial eines Instituts für das Finanzsystem. «Instabilität über Gruppen von kleineren Banken kann auch systemrelevant sein, wie wir 2023 bei den Regionalbanken in den USA erlebt haben.»

«Wir wollen unsere Aufsichtsressourcen dort einsetzen, wo die Risiken liegen», so Walter weiter. Und er erinnerte daran, dass sich besonders solide aufgestellte Banken am sogenannten «Kleinbankenregime» beteiligen können. Für diese Institute entfalle unter anderem die Berechnung komplizierter Kennzahlen. Aktuell nähmen immerhin 56 Institute teil, so der Finma-Chef.

(AWP)