Unter den Investmentchancen sind dem Vernehmen nach unter anderem einige der riskantesten Schuldtitel von Banken enthalten. Anleger können auf Kursanstiege oder -rückänge von Wertpapier-Baskets wetten, die zum Beispiel AT1-Anleihen enthalten. Das Engagement kann nach Angaben darüber informierter Personen sowohl den Handel mit den zugrunde liegenden Bonds umfassen als auch durch Derivate wie Total-Return-Swaps stattfinden, die von den Banken arrangiert wurden.
Vor der Präsidentschaftswahl im kommenden April gewinnt das politische Risiko in Frankreich für Investoren an Bedeutung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein Nachfolger des wirtschaftsfreundlichen Zentristen Emmanuel Macron mit einem Haushaltsdefizit von mehr als 5 Prozent, steigenden Kosten für den Schuldendienst und einer Wirtschaft umgehen wird, die an einer Rezession entlangschrammt.
«Das Wachstum in Frankreich schwächelt, die Fiskalpolitik bleibt auf einem nicht nachhaltigen Kurs, die Reformdynamik ist zum Stillstand gekommen, und die politischen Aussichten erscheinen geradezu beängstigend», schrieb Berenberg-Ökonomen um Holger Schmieding am Freitag.
Goldman ist im wachsenden Markt für Credit Baskets ein aktiver Akteur. Die Bank und JPMorgan Chase hatten bereits zuvor Trades zusammengestellt, mit denen Investoren indirekt über Versicherer auf Private Credit setzen können, die zu den grössten Investoren dieser Anlageklasse gehören. Die beiden Banken haben ausserdem Baskets börsennotierter Unternehmen mit Engagement im Private-Credit-Umfeld geschaffen.
Die Deutsche Bank wird ihre Credit-Basket-Plattform im kommenden Monat offiziell starten, hat aber bereits Trades für einzelne Kunden erstellt, die das Produkt direkt nachfragten.
Solche Körbe spiegeln nicht die eigene Einschätzung der Handelsteams wider. Sie werden stattdessen typischerweise zusammengestellt, um Kundengeschäfte zu ermöglichen.
Die Instrumente «wurden nicht speziell als Reaktion auf aktuelle Marktereignisse konzipiert, stehen aber Kunden zur Verfügung, die unterschiedliche Einschätzungen zu diesem Thema zum Ausdruck bringen wollen», sagte Sean Flanagan, Chef von DB Investment Solutions.
Ein Vertreter von Goldman Sachs lehnte gegenüber Bloomberg News eine Stellungnahme ab.
Die französische Politik schlägt sich zunehmend an den Kreditmärkten und bei AT1-Papieren nieder. Die Risikoprämien für Anleihen von Banken des Landes haben sich im vergangenen Monat über weite Teile der Kurve ausgeweitet, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. Die Spreads am breiteren AT1-Markt haben sich indessen überwiegend verengt.
(Bloomberg/cash)

