Die koordinierte Freigabe über ⁠die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen und über einen Zeitraum von vier ‌Monaten erfolgen, wie die G7 in ‌einer gemeinsamen Erklärung am Freitag mitteilten. ​Zudem ist eine vorgezogene, erhebliche Freigabe von Diesel innerhalb der ersten 20 Tage durch die G7-Mitglieder und ihre Partner geplant.

Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die G7-Staaten hätten vereinbart, ihre ‌Massnahmen weiter abzustimmen, um die Öllieferungen durch die Strasse von Hormus zu sichern. Zu der Gruppe gehören neben Frankreich die USA, Deutschland, Grossbritannien, ​Italien, Kanada und Japan. In ihrer Erklärung bekräftigten ​die Staats- und Regierungschefs der ​G7-Staaten ihre Verpflichtung, auf Exportbeschränkungen für Energie und Energieträger untereinander zu verzichten. Sie ‌riefen zudem alle Produzenten auf, keine Verbote zu verhängen, die die Spannungen auf den Märkten verschärfen könnten.

Dies gilt als Signal an ​die ​USA, die zuvor mit ⁠einem einseitigen Exportverbot für Diesel gedroht hatten. ​Die G7 forderten die ⁠IEA auf, die sofortige und vollständige Umsetzung der im März ‌vereinbarten Verpflichtungen zu überwachen. Zudem wollen die G7-Staaten die Wartungspläne ihrer Raffinerien untereinander abstimmen. Die Staats- und Regierungschefs verurteilten ‌in der Erklärung erneut die Angriffe des ​Iran auf seine Nachbarstaaten und bekräftigten ihr Festhalten an den Sanktionen gegen Russland.

(Reuters)