GameStop und Bitcoin - Warren Buffetts Vize Charlie Munger: «Es wird böse enden - ich weiss nur nicht, wann»

Der langjährige Geschäftspartner der Investmentlegende Warren Buffett, der 97-jährige Charlie Munger, warnt angesichts der Rekordrally an den Börsen vor Marktexzessen.
25.02.2021 09:40
Charlie Munger ist Vize-Chairman bei Berkshire Hathaway - hier ein Bild von 2019.
Charlie Munger ist Vize-Chairman bei Berkshire Hathaway - hier ein Bild von 2019.
Bild: Bloomberg

Das derzeitige Börsenumfeld zeige Anzeichen einer Blasenbildung, sagte der 97-jährige Munger am Mittwoch. Die Kurskapriolen beim Videospiele-Händler GameStop spiegelten eine "gefährliche Mentalität einiger Investoren wider, die auf Aktien wetteten, als ob diese Pferde wären".

Munger ist seit 1978 Vice Chairman der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, die von Buffett geleitet wird. Am legendären Aktionstreffen im Omaha, dem Sitz der Gesellschaft, ist Munger häufig an der Seite von Buffett zu sehen. 

«Schmutzige Methoden» bei den Gratis-Brokern

Munger sparte in seinen Ausführungen auch nicht mit Kritik an den Brokern: Robinhood und andere Fast-Gratis-Tradingplattformen würden unerfahrene Anleger anziehen und im wesentlichen "Glücksspieldienste" anbieten. Dies sei eine "schmutzige Methode", um Geld zu Verdienen. Es sei "verrückt", dass man dies zulasse. 

"Ich glaube, dies muss böse enden, aber ich weiss nicht, wann", sagte Munger am Rande einer Veranstaltung des "Daily Journal", wo der Chairman ist. Anfang des Jahres waren die Papiere des Videospiele-Händlers GameStop zum Spielball von Spekulanten geworden: Kleinanleger zwangen mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des GameStop-Kurses und brachten diese damit teils in die Bredouille.

 

 

Am Mittwoch allerdings verdoppelte sich der Kurs von GameStop plötzlich wieder. Nachbörslich ging es weitere 70 Prozent nach oben. 

Mit Blick auf das steigende Interesse an der Digitalwährung Bitcoin sagte Munger: "Ich denke nicht, dass Bitcoin sich als Tauschmedium für die Welt etablieren wird". Die Kryptowährung sei dafür zu volatil. Munger besitzt keine Bitcoin. Er verwendete ein Zitat von Autor Oscar Wilde über die Fuchsjagd, um Bitcoin "als die Unsäglichen auf den Fersen der Ungeniessbaren" zu beschreiben.

(Reuters/Bloomberg/cash)

 

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