GEA Group - Dieser Maschinenbauer will mit Himbeerbier das Wachstum stabilisieren

Der Maschinenbauer GEA Group will mithilfe von Mikrotrends in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein Wachstum vorantreiben und sich so gegen den Abschwung in der globalen Industrie stemmen.
03.10.2019 21:06
Die GEA Group ist ein börsennotierter Industriekonzern mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland.
Die GEA Group ist ein börsennotierter Industriekonzern mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland.
Bild: ZVG

Vorstandschef Stefan Klebert, seit Februar im Amt, setzt auf die weniger zyklische Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, um den von diversen Gewinnwarnungen durchgeschüttelten Konzern zu stabilisieren. Bei Konsumenten seien derzeit Bier mit Himbeergeschmack, griechischer Joghurt und der proteinreiche Skyr aus Island beliebt, und für deren Herstellung böten sich Maschinen wie die von GEA an, so Klebert im Interview.

"Wir sehen viele kleine Trends, Mikrotrends, auf die wir achten müssen", sagte Klebert. "Smoothies sind ein grosses Thema, Himbeer- oder Mangobier ist in den USA beliebt. In der Pharmaindustrie stellen die Chinesen immer mehr Medikamente wie Insulin selbst her, anstatt sie zu importieren - hier sehen wir überdurchschnittliches Wachstum."

Klebert übernahm den Chefsessel vor sieben Monaten, eine Woche nachdem GEA seine bis dato kommunizierten Mittelfristziele für nicht mehr gültig erklärt hatte. Seitdem wurde auch ein neuer Finanzchef eingestellt, und diese Woche wurde ein noch nicht namentlich genannter Chief Operating Officer berufen. Eine der unmittelbaren Aufgaben von Klebert ist, für mehr Verlässlichkeit beim Gewinn der Gruppe zu sorgen.

Stabile Dividende angestrebt

Umstrukturierungen werden in den vier Jahren bis 2022 zu Kosten von 210-250 Millionen Euro führen. Darüber hinaus wird GEA über die nächsten fünf Jahre 150 Millionen Euro ausgeben, um seine angestaubten IT-Systeme auf den neuesten Stand zu bringen.

Für dieses Jahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognose, die einen moderaten Umsatzrückgang vorsieht und strebt eine stabile Dividende an, auch wenn dies ein Überschreiten der geltenden Ausschüttungsquote von 40 Prozent bis 50 Prozent des Nettogewinns bedeutet.

Die Düsseldorfer planten weiterhin, insgesamt 800 Arbeitsplätze abzubauen und einige kleinere Einheiten bis Ende nächsten Jahres zu verkaufen, die Umsätze von knapp 200 Millionen Euro beisteuern. Nach Abschluss des Umbaus könnten auch wieder Akquisitionen getätigt werden, sagte Klebert.

Im Blick hat der Vorstandschef dabei potenzielle Ziele mit einem Umsatz zwischen 200 und 500 Millionen Euro und damit grössere Unternehmen als bisher: diese seien leichter zu integrieren.

(Bloomberg)

 
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