Geldpolitik - EZB nötigenfalls noch erfindungsreicher

Die EZB wird Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau zufolge notfalls erfindungsreicher bei der Gestaltung ihrer geldpolitischen Instrumenten werden.
09.07.2020 13:55
Villeroy de Galhau ist der Notenbank-Chef von Frankreich.
Villeroy de Galhau ist der Notenbank-Chef von Frankreich.
Bild: Bloomberg

Um ihr Ziel der Preisstabilität zu erreichen, werde sie die Zinsen so lange wie erforderlich sehr günstig und die Liquidität sehr ausgiebig halten, erklärte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in einem Brief an den französischen Staatspräsidenten. "Und sie bleibt bereit, so innovativ zu sein wie notwendig hinsichtlich ihrer Instrumente", fügte Villeroy hinzu.

Die EZB setzt seit Jahren auf eine ultraexpansive Geldpolitik, um die aus ihrer Sicht zu schwache Inflation im Euro-Raum anzuschieben. Dazu gehören viele unkonventionelle Instrumente wie etwa Negativzinsen, zielgerichtete mehrjährige Geldspritzen für Banken und billionenschwere Käufe von Staatsanleihen und anderen Schuldentiteln. Dennoch verfehlen die Währungshüter seit Frühjahr 2013 ihr Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent. Im Juni lag die Teuerungsrate in Folge der Corona-Pandemie lediglich bei 0,3 Prozent.

(Reuters)