Beim Verurteilten handelt es sich um den deutschen Staatsbürger Matthias Krull, der in Panama ansässig ist, wie die US-Behörden am Montagabend mitteilten. Bereits während des Prozesses hatte er auf schuldig plädiert.

Der konkrete Straftatbestand, für den Krull nun ins Gefängnis muss, lautet auf Verschwörung zur Geldwäsche, wie das US-Justizdepartement in dem Communiqué schrieb. Im Prozess hatte der Banker zugegeben, dass er ab dem Jahr 2014 mitgeholfen hatte, insgesamt rund 600 Millionen Dollar von PDVSA zu unterschlagen.

Zu den Mitverschwörern Krulls gehörten ehemalige PDVSA-Beamte, professionelle Geldwäscher sowie Mitglieder der auch unter dem Namen "boliburguesía" bekannten venezolanischen Elite. Darunter versteht man Profiteure der Regierungen des Landes unter dem verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez sowie seinem Nachfolger Nicolás Maduro.

Nebst seiner Gefängnisstrafe muss Krull den US-Behörden ausserdem insgesamt 650'000 US-Dollar in Strafzahlungen abliefern. Der Bankangestellte hatte die Julius Bär bereits Ende Mai verlassen.

Die Privatbank selbst hatte im August bekannt gegeben, dass sie mit Blick auf die Geldwäschereiaffäre eine interne Untersuchung durchführt. Man arbeite eng mit den in diesem Fall zuständigen Behörden zusammen, hatte sie damals mitgeteilt.

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(AWP)