Getränkehersteller - Corona-Krise verhagelt Coca-Cola zweites Quartal

Das US-Unternehmen Coca-Cola hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen.
21.07.2020 14:26
Coca-Cola ohne Zucker bleibt ein sehr erfolgreiches Produkt.
Coca-Cola ohne Zucker bleibt ein sehr erfolgreiches Produkt.
Bild: imago images / Manfred Segerer

In den drei Monaten bis Ende Juni brach der Nettogewinn verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel auf 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) ein, wie der Pepsi-Erzrivale am Dienstag in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia mitteilte. Der Umsatz ging um 28 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar zurück.

Besonders bei gewerblichen Kunden wie Restaurantketten, die pandemiebedingt Filialen schliessen mussten, liess die Nachfrage stark nach. Vorstandschef James Quincey geht indes trotz der erneuten Corona-Eskalation in den USA davon aus, dass das Unternehmen das Schlimmste hinter sich hat. "Wir glauben, das zweite Quartal wird sich als das herausforderndste in diesem Jahr erweisen."

Bereits im Verlauf des Vierteljahres habe sich die Situation deutlich verbessert, hiess es im Geschäftsbericht des Konzerns. Ende April hatte Coca-Cola berichtet, der Getränkeabsatz sei weltweit um rund 25 Prozent geschrumpft. Im Juni seien es noch zehn Prozent gewesen, im Juli liege der Rückgang bisher nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten wegen der Pandemie traut sich der Konzern allerdings keine Jahresprognose zu.

Insgesamt lagen die Ergebnisse etwa im Rahmen der Markterwartungen. Während der Gewinn die Prognosen der Wall Street leicht übertraf, hatten sich viele Analysten bei den Erlösen ein bisschen mehr ausgerechnet. Anleger reagierten zunächst positiv auf die Zahlen und liessen die Aktie vorbörslich deutlich steigen. Im bisherigen Jahresverlauf hatte Coco-Cola allerdings einen schweren Stand und musste bereits Kursverluste von knapp 17 Prozent verkraften.

(AWP)