Das neue Zwölf-Monats-Ziel für den europäischen Aktienindex Stoxx 600 liege bei 695 Punkten, teilte das Geldhaus am Freitag mit. Zuvor hatte es bei 660 Zählern gelegen.
Dies entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 5,5 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Trotz Sorgen um die Energieversorgung ist der Index seit Jahresbeginn bereits um 11,3 Prozent gestiegen, während der US-Index S&P 500 um 13,9 Prozent zulegte.
Als Grund für die Entscheidung nannte Goldman Sachs die hohen Gewinne der Unternehmen und die widerstandsfähige Wirtschaft auf dem Kontinent. «Die jüngste relative Leistung Europas war besser als ihr Ruf», hiess es in der Studie.
Die Region steuert auf eine der stärksten Berichtssaisons seit Jahren zu: Für die im Stoxx 600 notierten Unternehmen wird den Daten von LSEG zufolge nun ein Gewinnwachstum von insgesamt 23,4 Prozent erwartet. Europäische Aktien seien zudem günstiger bewertet als US-Papiere und böten durch Dividenden und Aktienrückkäufe eine relativ hohe Rendite.
Ein anhaltender Energieschock bleibe jedoch ein grosses Risiko für den Kontinent.
(Reuters)

