Grossbanken - Greensill-Debakel kostet Credit Suisse bis zwei Milliarden Dollar

Das Ausmass des Schadens für die Credit Suisse im Greensill-Skandal wird langsam deutlicher. In den Lieferketten-Fonds sind Luftbuchungen in Milliardenhöhe vorhanden.
26.03.2021 10:32
Von Erik Nolmans
Am Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich.
Am Hauptsitz der Credit Suisse in Zürich.
Bild: cash

Rund zehn Milliarden Dollar befinden sich in den Lieferketten-Fonds der Credit Suisse, welche die Bank mit Finanzinvestor Lex Greensill aufgesetzt hat und die nun liquidiert werden müssen.

Laut CS-Insidern stehen davon rund 2,3 Milliarden auf der Kippe. Sie basieren vor allem auf "Future Receivables", also auf Luftbuchungen, die auf ungesicherten zukünftigen Forderungen basieren. Laut Kennern der Sache sind 1,2 Milliarden basierend auf Forderungen an Sanjeev Gupta, beziehungsweise seine Gesellschaft GFG, 700 Millionen auf die Minengesellschaft Bluestone und 400 Millionen auf den angeschlagenen Bau-Disruptor Katerra.

Wie viel Geld aus den Fonds verloren ist, ist noch unbestimmt. Laut CS-Insidern hofft die Bank, schlussendlich insgesamt rund 80 bis 90 Prozent der zehn Milliarden zurückzubekommen.

Der Verlust aus dem Ganzen läge damit immer noch zwischen einer und zwei Milliarden Dollar. 3,1 Milliarden aus den Lieferketten-Fonds wurden Anfang März bereits zurückgezahlt, weitere rund 1,4 Milliarden wurden seither gesichert. Damit sind bereits rund 4,5 Milliarden Dollar zurückgeflossen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf handelszeitung.ch unter dem Titel: «CS: Greensill-Schaden liegt bei ein bis zwei Milliarden Dollar».