Hacker - Erpressungsversuch bei einer Liechtensteiner Bank

Eine Liechtensteiner Bank ist von Unbekannten erpresst worden. Die anonymen Angreifer drohten damit, die Computer-Systeme des Geldinstituts lahmzulegen.
17.11.2017 16:05
Blick auf das Zentrum der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz
Blick auf das Zentrum der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz
Bild: Pixabay

Der Erpressungsversuch sei mittels DDoS (Distributed Denial of Service) durchgeführt worden, teilte die Liechtensteiner Landespolizei am Freitag mit. Darunter sei ein Angriff auf Computer-Systeme zu verstehen mit dem erklärten Ziel, deren Verfügbarkeit zu stören.

Bei DDoS-Attacken erhalten die Opfer laut Polizeiangaben ein in Englisch verfasstes Email, in der sie aufgefordert werden, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt Geld in Form von Bitcoins zu zahlen. Bei einer Weigerung zu zahlen, werde eine DDoS-Attacke ausgeführt und das Informatiksystem mit grossen Datenmengen überschwemmt.

Für eineige Minuten lahm gelegt

Geld sei im Erpressungsfall nicht geflossen, hiess es bei der Landespolizei auf Anfrage. Die Unbekannten hätten den Internetauftritt der Bank sowie das E-Banking für einige Minuten lahmgelegt. Den Namen der Bank nannte die Polizei auf Anfrage nicht.

Die ursprüngliche Forderung in Form von Bitcoins habe einem Wert von mehreren tausend Franken entsprochen. Sie hätte sich bei Nichtbezahlen wiederum täglich um weitere mehrere tausend Franken erhöht, so die Landespolizei.

(AWP)