Halbjahreszahlen - Santhera im Halbjahr mit geringerem Verlust

Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera hat im ersten Halbjahr 2019 dank steigender Verkaufszahlen für Raxone den Umsatz gesteigert. Unter dem Strich resultierte ein geringerer Verlust als im Vorjahr.
03.09.2019 08:05
Thomas Meier, CEO von Santhera.
Thomas Meier, CEO von Santhera.
Bild: cash

Zugenommen hat der Barmittelbestand unter anderem dank einer Lizenzvereinbarung für Raxone mit der italienischen Chiesi Group. Konkret stiegen die Verkäufe von Raxone (gegen die Augenkrankheit LHON) im Berichtssemester um 14 Prozent auf 18,3 Millionen Franken. Dem stand ein leicht gesunkener operativer Aufwand von 38,2 Millionen Franken gegenüber, wie das Unternehmen am Dienstag miteilte. Zwar nahm der Entwicklungsaufwand leicht zu, rückläufig waren dagegen die Ausgaben für Marketing und Vertrieb sowie der allgemeine Verwaltungsaufwand.

In der Folge verringerte sich der operative Verlust auf 22,4 Millionen (VJ 26,3 Mio) und der Reinverlust auf 26,9 Millionen Franken (27,4 Mio).

Umsatz von 25 bis 27 Millionen Fr. erwartet

Per Mitte 2019 verfügte die Gesellschaft über frei verfügbare flüssigen Mittel im Umfang von 43,7 Millionen Franken, dies gegenüber 22,0 Millionen Ende 2018. Darin enthalten sind ersten Zahlungen aus der im Mai unterzeichneten Lizenzvereinbarung für Raxone mit der italienischen Chiesi Group. Zudem hatte das Unternehmen im April durch die Platzierung von 500'000 Aktien 7,1 Millionen Franken eingenommen. Mit diesen Mitteln können laut Mitteilung das klinische Studienprogramm und die Zulassungsanträge wie beabsichtigt fortgesetzt werden.

Basierend auf dem Leistungsausweis des ersten Halbjahrs 2019 rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatz mit Raxone von 25 bis 27 Millionen. Zu berücksichtigt sei dabei, dass Chiesi ab August den kommerziellen Vertrieb für Raxone in allen europäischen Ländern mit Ausnahme von Frankreich übernommen hat.

Santhera führt derzeit mehrere klinische Studien durch, darunter SIDEROS, die grösste jemals durchgeführte Studie bei Patienten mit DMD. Die Studie sei derzeit zu 84 Prozent rekrutiert und sei - positive Resultate vorausgesetzt - die Grundlage für die im zweiten Halbjahr 2021 geplante Einreichung eines Zulassungsantrags in den USA.

(AWP)