Der Milliardär Ray Dalio warnt vor einer klassischen Blase bei der künstlichen Intelligenz. Diese steht laut ihm kurz vor dem Platzen. Grund dafür sind steigende Zinsen und die Notwendigkeit, Vermögen in Bargeld umzuwandeln.

Dalio sprach am Mittwoch auf der «Forbes Global CEO Conference» in Singapur. Er betonte, dass der KI-Boom mit enormen Schulden finanziert wird. Bei weiter steigenden Zinsen beginnt die Blase zu platzen.

«Wir befinden uns in einer Phase des Zyklus, die genau darauf zusteuert», sagte der Gründer des Hedgefonds Bridgewater. «Ich glaube, wir sind nah dran.»

Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der Tech-Riesen hunderte Milliarden Dollar in KI investieren – zunehmend auf Pump. Gleichzeitig konzentrieren sich die Kursgewinne am Aktienmarkt auf wenige Titel. Weltweit sind die Anleihenrenditen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten geklettert. Das verteuert die Finanzierung der riesigen Investitionen in die KI-Infrastruktur massiv.

Dennoch steigen die Aktienbewertungen weiter. Die Hoffnung auf hohe Gewinne im Tech-Sektor trieb den S&P 500 und den Nasdaq 100 diese Woche auf neue Rekordhochs.

Dalio warnt schon länger vor einer KI-Blase. Er sieht noch weitere Auslöser für einen Kollaps. Dazu gehören Vermögenssteuern und Versuche, Buchgewinne flüssig zu machen.

«Jeder sagt: ‹Ich bin eine Milliarde Dollar schwer›. Aber versuchen Sie einmal, das auszugeben», fügte er hinzu. «Um Geld auszugeben, müssen Sie Vermögen verkaufen. Genau an diesem Punkt platzt eine Blase normalerweise.»

(Bloomberg/cash)

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