Die Investmentgesellschaft des Milliardärs Nelson Peltz biete 7,35 Dollar je Aktie in bar, ging am Mittwoch aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hervor. Das Vorhaben ist ein weiteres Zeichen für die Konsolidierung in der kriselnden US-Gastronomiebranche. Trian hält bereits 16,3 Prozent der Anteile an dem Fast-Food-Konzern. Die Offerte entspricht einem Aufschlag von etwa 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Die Wendy's-Aktien sprangen im vorbörslichen Handel um rund 16 Prozent auf 7,12 Dollar.
Bei dem Vorhaben arbeitet Trian den Angaben zufolge mit den Investmentfirmen BlueFive Capital und Sixth Street Partners sowie dem Restaurantbetreiber Flynn Group zusammen. Letzterer ist einer der grössten US-Franchisenehmer von Wendy's und betreibt mehr als 340 Filialen der Kette. Trian erklärte in einem Brief an das Unternehmen, Wendy's befinde sich an einem Scheideweg. Die Fastfood-Kette leide unter der Kaufzurückhaltung der US-Verbraucher, Preissteigerungen bei den Zutaten und einem verschärften Wettbewerb. «Das Unternehmen benötigt erhebliche Kapitalinvestitionen, um seine Verschuldung abzubauen und die strategischen Massnahmen umzusetzen, die eine Trendwende einleiten könnten», hiess es in dem Schreiben. Wendy's reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Zuerst hatte die Zeitung «Wall Street Journal» über das Angebot berichtet.
Peltz, dessen Tochter durch ihre Ehe mit dem Sohn des Fussballers David Beckham für Schlagzeilen sorgte, hatte bereits 2022 Interesse an einer möglichen Übernahme von Wendy's signalisiert. Der Hedgefonds-Manager war vor fast zwei Jahrzehnten erstmals bei dem Unternehmen eingestiegen. Anfang dieses Jahres hatten Reuters und andere Medien über ein bevorstehendes Angebot von Trian berichtet, die der Investor später jedoch dementierte. Zugleich äusserte er sich besorgt über die strategische Ausrichtung und die schwache Aktienkursentwicklung von Wendy's. Im Februar erklärte Peltz, das Papier sei unterbewertet, und bestätigte Gespräche mit potenziellen Geldgebern über eine mögliche Übernahme.
(Reuters)

