Das südamerikanische Land habe die USA gebeten, sich dem «Kampf gegen den Drogenterrorismus anzuschliessen und gemeinsame Militäreinsätze zur Zerschlagung terroristischer Netzwerke genehmigt», erklärte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Kolumbien sei als 19. Land einem US-geführten Bündnis für den Kampf gegen die Drogenkartelle (A3C) beigetreten, sagte Hegseth bei einem Treffen der Partnerstaaten in Panama-Stadt. Hegseth brüstete sich mit dem geplanten militärischen Vorgehen gegen Drogenkartelle: «Wir tun schlechten Menschen Schlechtes an.» Vor Soldaten sprechend, fügte er hinzu, man werde «sehr fähig sein, gegen Drogenkartelle und als terroristisch eingestufte Organisationen Gewalt auszuüben».

Kolumbien wird seit wenigen Tagen vom rechten Staatschef Abelardo de la Espriella regiert, den US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf unterstützt hatte. Der kolumbianische Verteidigungsminister Jorge Mora bestätigte auf der Plattform X die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens mit den USA. Dieses solle dazu beitragen, «die operative Wirksamkeit im Kampf gegen die terroristischen und kriminellen Organisationen zu steigern». Mora würdigte zudem «die positive Reaktion der USA auf die Einladung von Präsident De la Espriella, die Planung, Koordinierung und Durchführung von Einsätzen gegen gemeinsame Bedrohungen zu vertiefen».

Allianz gegen Drogenhandel

Kolumbien, der weltweit grösste Produzent von Kokain, war lange Zeit der wichtigste Partner der USA in Südamerika. Unter De la Espriellas linkem Amtsvorgänger Gustavo Petro waren die Beziehungen jedoch deutlich abgekühlt.

Trump hatte im März dieses Jahres in Miami seine neue Strategie im Kampf gegen die Drogenkartelle vorgestellt und die lateinamerikanischen Staaten aufgefordert, sich der Initiative anzuschliessen. Diese ist auch unter dem Namen «The Shield of the Americas» bekannt. Die USA hatten bereits im März Ecuador bei Militäroperationen zur Bekämpfung des Drogenhandels unterstützt.

(AWP)