Zum Gesamtkonzern hat die Helvetia Baloise in einer Mitteilung vom Donnerstag einige Pro-Forma-Zahlen publiziert. Der unter anderem um Kosten zur Fusion bereinigte Halbjahresgewinn lag bei 631,6 Millionen Franken gegenüber einem vergleichbaren Wert im Vorjahr von 271,8 Millionen.

Das IFRS-Periodenergebnis, das von Sondereffekten belastet ist, belief sich auf 84,6 Millionen Franken, hiess es weiter. Vor allem die Abschreibung von 671,7 Millionen Franken auf immaterielle Vermögenswerte aus der Fusion drückte auf diese Zahl.

Das kombinierte Geschäftsvolumen der neu zusammengesetzten Gruppe betrug 11,7 Milliarden Franken, während das Aktionärskapital Ende Juni einen Wert von 12,2 Milliarden aufwies.

Mit Blick auf die Integration sieht CEO Fabian Rupprecht den Konzern auf Kurs. In der Schweiz sei sie rechtlich und marktseitig abgeschlossen, während in Deutschland mit den Verkaufsstarts über den Broker-Kanal und über gebundene Vermittler wichtige Meilensteine erreicht worden seien.

Renditeziel übertroffen

An den Mitte April kommunizierten Zielen hält die Helvetia Baloise zumeist fest. Die Gruppe strebt bis 2028 unter anderem eine Eigenkapitalrendite im Bereich von 16 bis 18 Prozent an. Im Halbjahr lag die bereinigte Rendite mit 18,7 Prozent über dieser Bandbreite.

Ziel ist es, die Profitabilität zu steigern. Die Basis dazu bilden Einsparungen und Synergien aus der Fusion von gesamthaft 650 Millionen Franken. Davon seien bis Ende des zweiten Quartals fast 50 Prozent realisiert worden, hiess es. Die Umsetzung laufe schneller als geplant.

Am unteren Ende der Erwartungen dürften derweil die für die Integration budgetierten Kosten ausfallen. Sie sollen in der unteren Hälfte der ursprünglich kommunizierten Bandbreite von 500 bis 600 Millionen Franken zu liegen kommen. Bis 30. Juni 2026 fielen insgesamt etwas mehr als 200 Millionen an.

Im Rahmen der Fusion war faktisch die kleinere Baloise in der Helvetia aufgegangen. Der Sitz der neuen Holding ist in Basel. Geleitet wird die Gruppe vom früheren Helvetia-Chef Fabian Rupprecht als CEO und dem Baloise-Präsidenten Thomas von Planta als Verwaltungsratspräsident.

Veränderungen in der Führung

Dabei hat sie die neue Funktion des Chief Technology & Transformation Officer (CTTO) mit gruppenweiter Verantwortung für Integration, Systemmigration, Technologie, Transformation und KI, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung hiess.

Die Verantwortung als CTTO übernimmt ab Oktober Sandra Hürlimann, die derzeit als Technologie-Chefin Schweiz amtet. Sie werde auch Teil der Konzernleitung, hiess es. Hürlimann bringe Führungserfahrung im operativen Geschäft sowie in den Bereichen Technologie und Transformation mit und sei bereits heute für die konzernweite KI-Agenda verantwortlich.

Im Zuge der Umstellung werden der frühere Baloise-Chef Michael Müller, heute Group Deputy CEO & Chief Integration Officer, sowie Technologie-Chef Alexander Bockelmann die Gruppe Ende September verlassen. Auch Bockelmann war vor der Fusion für die Baloise tätig. Die Helvetia Baloise will laut den Angaben künftig einen stärkeren Fokus auf die Systemmigration, die Realisierung von Synergien und die Umsetzung der Transformation legen, wie es hiess.

(AWP)