Laut einer Analyse von Morningstar hat der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) am 2. Juni 2026 als erster börsengehandelter Fonds (ETF) überhaupt die Marke von einer Billion Dollar verwaltetem Vermögen überschritten. Damit setzt der Fonds einen historischen Meilenstein.
Die beiden wichtigsten Wettbewerber folgen dicht dahinter: Der iShares Core S&P 500 ETF (IVV) verwaltete zuletzt knapp 861 Milliarden US-Dollar, während der SPDR S&P 500 ETF (SPY) von State Street auf rund 786 Milliarden US-Dollar kam.
Die Billionengrenze habe vor allem symbolischen Charakter, schreibt Morningstar. Anleger profitieren nicht direkt von einer bestimmten Fondsgrösse, dennoch unterstreiche der Rekord den Erfolg passiver Indexanlagen.
Der zugrunde liegende Vanguard 500 Index Fund wurde am 31. August 1976 unter dem Namen Vanguard First Index Investment Trust aufgelegt und gilt als erster Indexfonds für Privatanleger.
Rasanter Aufstieg
Wie Daniel Sotiroff, leitender Forschungsanalyst bei Morningstar, in seiner Analyse festhält, galt Vanguard vor fünf Jahren noch als Aussenseiter im Rennen um die Dollar-Billion. Mit einem Fondsvolumen von rund 225 Milliarden Dollar war VOO damals der kleinste der drei grossen S&P-500-ETFs. Marktführer war seinerzeit der SPDR S&P 500 ETF mit etwa 360 Milliarden US-Dollar.
Laut Sotiroff waren besonders die massiven Mittelzuflüsse der vergangenen Jahre entscheidend für den Aufstieg des ETFs. Zwischen Juni 2021 und Mai 2026 investierten Anleger mehr als 400 Milliarden Dollar neu in den Vanguard S&P 500 ETF.
Zum Vergleich: Der iShares Core S&P 500 ETF verzeichnete im selben Zeitraum Zuflüsse von rund 250 Milliarden US-Dollar, während der SPDR S&P 500 ETF etwa 88 Milliarden US-Dollar einsammelte.

