Der ‌operative ⁠Gewinn stieg im Zeitraum von Juni bis August auf 6,04 Milliarden ⁠schwedische Kronen nach 4,91 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten ‌hatten im Schnitt mit einem geringeren Gewinn von ‌5,14 Milliarden Kronen gerechnet. Die Erlöse ​blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Für den September prognostiziert H&M ein Umsatzplus von einem Prozent in lokalen Währungen, was dem Wachstum des vergangenen Quartals entspricht. Die Aktie verlor zur Eröffnung zwei Prozent.

Seit ‌dem Amtsantritt von Konzernchef Daniel Erver im Januar 2024 liegt der Schwerpunkt bei den Schweden verstärkt auf der Profitabilität. Investoren warten jedoch auch auf ​eine Belebung des Geschäfts, da H&M unter dem Druck ​von Konkurrenten wie Shein und der ​Zara-Mutter Inditex steht. Die Bruttomarge verbesserte sich unter anderem wegen der Rückerstattung von Zöllen auf ‌54,0 Prozent nach 52,9 Prozent im Vorjahr.

Die Lagerbestände erhöhten sich währungsbereinigt um neun Prozent, was der Konzern auf Störungen in den globalen ​Lieferketten zurückführte. ​Um schneller auf Modetrends reagieren ⁠zu können, kauft H&M verstärkt Kleidung innerhalb der ​laufenden Saison ein und ⁠investiert zudem in neue Logistikzentren in Europa. Jüngst bauten die milliardenschweren ‌Erben des H&M-Gründers Erling Persson ihren Anteil an dem Konzern weiter aus und befeuerten damit Spekulationen, dass sie die ‌Modekette von der Börse nehmen könnten: Ende August kontrollierten ​sie über 68 Prozent der Anteile.

(Reuters)