Hörgeräte - Analysten setzen deutlich bessere Prognosen für Sonova

Sonova profitiert von positiven Analystenkommentaren. Experten von JPMorgan und von der Credit Suisse
19.05.2021 09:55
(Okt. 2012)
(Okt. 2012)
Bild: ZVG

JPMorgan stuft nach Jahreszahlen das Rating für Sonova auf
"Overweight" von "Neutral" hoch und erhöht das Kursziel auf 367 von 236
Franken.

Der Mittelwert der neuen Zielbandbreite des Hörgeräteherstellers
impliziere eine bereinigte EBITA-Marge für 2021/22 von 26 Prozent, was 400
Basispunkte höher sei als der bisherige Höchstwert im Geschäftsjahr 2013/14 und 450 Basispunkte höher als 2028/19, schreibt Analyst David Adlington. Und die Kommentare des Managements an der Telefonkonferenz zu den Jahreszahlen deuteten darauf hin, dass dies als die neue Basis gesehen werde.

Damit erscheine die Konsenserwartung für die nächsten zwei bis drei Jahre mit 23 Prozent deutlich zu niedrig, so der Analyst weiter. Dazu kämen ein Umsatzsteigerung sowie Aktienrückkäufe. Adlington erhöht seine EPS-Prognosen um 36 bis 48 Prozent und sieht signifikantes Aufwertungspotenzial für die Sonova-Aktien.

Reingewinn deutlich höher

Die Sonova-Aktie steigt in einem ansonsten schwachen Markt. Der Kurs geht im frühen Handel um 1,9 Prozent auf 266,20 Franken hoch. Sonova ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 ein Kunststück gelungen. Der Konzern hat trotz tieferem Umsatz mehr Gewinn erzielt. Möglich wurde dies dank Sparmassnahmen und angepassten Betriebsstrukturen. Den Aktionären möchte der Hörgerätehersteller nun wieder eine Bardividende ausschütten.

Der Konzern hinter der bekannten Marke Phonak hat die Erwartungen der Analystengemeinde mit seinem Jahresergebnis 2020/21 (per Ende März) sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Gewinn übertroffen. Zwar gingen die Verkäufe um knapp 11 Prozent auf 2,60 Milliarden Franken zurück. Doch stieg der Reingewinn um ein Fünftel auf 585,3 Millionen Franken.

Die Credit Suisse erhöht das Kursziel für Sonova auf 335 von
300 Franken und belässt die Einstufung auf "Outperform". Nach soliden Zahlen zum zweiten Halbjahr und einer unerwartet starken Guidance für 2021/22 würden die Schätzungen erhöht, schreibt Analyst Christoph Gretler. Ausserdem werde das Aktienrückkaufprogramm über 700 Millionen Franken im Modell berücksichtigt.

Die Titel zählten weiterhin zu seinen Favoriten im europäischen Medtech-Bereich, so der Experte weiter.

(Bloomberg/AWP/cash)