Die US-Fluggesellschaft United Airlines stellte am Dienstag für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn von 50 Cent bis 1,50 Dollar je Aktie in Aussicht. Der Mittelwert von einem Dollar liegt damit deutlich unter den Erwartungen von Analysten, die LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 1,76 Dollar gerechnet hatten. Zwar geht United im Schlussquartal von einem Umsatzplus von mehr als 20 Prozent aus, die rasant gestiegenen Treibstoffkosten schmälern die Gewinne jedoch. Das Unternehmen geht davon aus, im vierten Quartal 4,80 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter) Kerosin zahlen zu müssen.
Im abgelaufenen dritten Quartal verfehlte United mit einem bereinigten Gewinn von 2,54 Dollar je Aktie die Analystenschätzungen von 2,57 Dollar knapp.
Die gesamte Luftfahrtbranche kämpft derzeit mit dem Preisschock beim Treibstoff. Anfang des Monats hatte der Rivale Delta Air Lines seine Jahresgewinnprognose um fast ein Viertel gekappt und dies mit Mehrkosten für Kerosin von sechs Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr begründet. Delta-Chef Ed Bastian warnte, dass die Fluggesellschaften ihr Flugangebot im kommenden Jahr möglicherweise weiter einschränken müssten, um höhere Ticketpreise durchzusetzen und profitabel zu bleiben. Auch Ryanair-Chef Michael O'Leary erklärte am Dienstag, dass die Flugpreise in Europa im nächsten Jahr um bis zu 20 Prozent steigen könnten.
(Reuters)

