Grundlage ist eine klinische Phase-II-Studie, in der das Medikament bei Kindern und Jugendlichen mit Schlafstörungen getestet wurde, wie das Biopharma-Unternehmen Idorsia am Montag mitteilte. Dabei zeigten sich bei Teilnehmern mit Autismus oder autismusähnlichen Merkmalen unerwartete Verbesserungen in Bereichen wie Stimmung, Verhalten, Kognition und Alltagsaktivitäten.
Die Studie umfasste 165 Kinder und Jugendliche mit Schlafstörungen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hatte eine diagnostizierte oder unterschwellige neurologische Entwicklungsstörung, darunter Autismus oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Die Verbesserungen bei Autismus-Teilnehmern gingen über die reinen Schlafeffekte hinaus, was auf eine mögliche direkte Wirkung auf die Autismus-Symptome hindeutet.
Idorsia begründet das neue Forschungsprogramm auch mit internen Daten, die auf eine erhöhte Aktivität des sogenannten Orexin-Systems im Gehirn von Menschen mit Autismus hinweisen. Orexin ist ein Botenstoff, der unter anderem Wachheit, soziale Motivation und Verhalten beeinflusst. Daridorexant blockiert die Wirkung dieses Botenstoffs.
Quviviq ist bereits als Schlafmittel für Erwachsene zugelassen. Details zum neuen Entwicklungsprogramm für Autismus will Idorsia in der ersten Hälfte des Jahres 2027 bekanntgeben, nach Gesprächen mit den Gesundheitsbehörden.
(AWP)

