Die Aktie von Partners Group steht wieder verstärkt im Investorenfokus, aber nicht im positiven Sinn: Der Titel gab am Montag um 0,9 Prozent auf 641,40 Franken nach. Auf Basis von Tagesschlusskursen ist dies der tiefste Stand seit Anfang Januar 2019. Ende Juni dieses Jahres bewegte sich die Aktie auf einem ähnlich tiefen Niveau.

Damit zerschlagen sich die Hoffnungen der Investoren einmal mehr, dass die Aktie des Vermögensverwalters einen Boden gefunden hat. Der Titel steht nach Rückrahmenforderungen für mehrere hauseigene Fonds und Angriffe des Shortstellers Grizzly massiv unter Druck. Noch im Februar 2025 notierte die Aktie bei rund 1400 Franken, Anfang Jahr waren es über 1000 Franken.

Auch die derzeit höheren langfristigen Zinsen und Spekulationen wegen Leitzinserhöhungen in den USA setzen die Aktie von Partners Group unter Druck. Höhere Leitzinsen sind für «Private-Equity-Aktien» wie Partners Group grundsätzlich eher ungünstig. Höhere Zinsen verteuern Kredite für Unternehmenskäufe.

Die Halbjahreszahlen, die Partners Group Anfang des Monats veröffentlichte, lagen zwar im Rahmen der Erwartungen - da Investoren aber auf positive Überraschungen gehofft hatten und diese ausblieben, brach der Titel am selben Tag um 7 Prozent ein.

Auch der angekündigte Wechsel an der Unternehmensspitze brachte das Vertrauen der Investoren vorerst nicht zurück. Roberto Cagnati und Juri Jenkner - beide seit über 20 Jahre im Unternehmen - werden per Ende Jahr die operative Co-Leitung der Firma von David Layton übernehmen.

Zwar haben Analysten ihre Kursziele für Partners Group in den letzten Wochen und Monaten fortlaufend gesenkt. Das durchschnittliche Kursziel von 780 Franken liegt aber noch immer deutlich über dem aktuellen Stand.

Bemerkenswert auch: Nur einer von 18 bei Bloomberg erfassten Analysten empfiehlt die Aktie zum Verkauf. Und kein Analyst hat ein Kursziel, das tiefer ist als die aktuelle Notierung.

Daniel Hügli
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