Der Richtzins-Durchschnitt der zehnjährigen Festhypotheken sank gemäss der Auswertung des Vergleichsdienstes Moneyland innerhalb von drei Monaten von 1,7 auf aktuell 1,45 Prozent. Bei Comparis lauten die entsprechenden Angaben für den Richtzins im vierten Quartal 1,46 Prozent und 1,62 Prozent für das dritte Quartal.

Bei den fünfjährigen Festhypotheken hat Moneyland eine Reduktion von 1,19 Prozent Mitte Oktober auf aktuell 1,04 Prozent errechnet. Comparis kommt für den nicht deckungsgleichen Zeitraum auf 1,13 Prozent im dritten Quartal auf 1,04 Prozent im vierten Quartal.

Tiefststand egalisiert

Die fünfjährigen Festhypotheken haben damit laut beiden Vergleichsdiensten den Tiefstwert aus dem Jahr 2017 wieder erreicht. Die Zinsdifferenz zwischen den Anbietern sind gemäss Moneyland beträchtlich. Bei den teuersten Kreditgebern kosteten fünf- und zehnjährige Hypotheken 1,2 und 1,6 Prozent, bei den günstigsten 0,69 respektive 1,16 Prozent pro Jahr.

Online-Hypotheken sind laut Moneyland dabei meist günstiger als Hypotheken von klassischen Offline-Anbietern. Bei längeren Laufzeiten macht Moneyland die günstigsten Angebote bei Versicherern aus.

Comparis stellt bei den Laufzeiten der Hypotheken eine anziehende Nachfrage nach kurzen Laufzeiten fest. Der Anteil der ein bis dreijährigen Hypotheken habe sich deutlich von 3,6 auf 4,8 Prozent erhöht. Mit rund 78 Prozent blieben jedoch Festhypotheken mit langen Laufzeiten am beliebtesten.

Boden bei Zinsen erreicht

Im Hinblick auf die künftige Zinsentwicklung prognostizieren beide Vergleichsdienste anziehende Zinsen. Trotz den politischen und wirtschaftlichen Widrigkeiten dürften die Zinsen den Boden erreicht haben, schreibt Comparis. Moneyland sieht einen leichten Zinsanstieg. Es sei allerdings nicht auszuschliessen, dass 2019 auch für Schweizer Festhypotheken mit längeren Laufzeiten neue historische Tiefstände erreicht würden, heisst es in der Mitteilung.

(AWP)