Industrie - Mikron wie angedeutet mit deutlich besserem Halbjahresergebnis

Wie bereits mit Eckdaten Ende Juni angedeutet, ist Mikron gut ins Geschäftsjahr gestartet. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis wurden deutlich verbessert. Der Ausblick ist ebenfalls positiv.
22.07.2021 08:07
Am Mikron-Standort in Agno.
Am Mikron-Standort in Agno.

Konkret stieg der Umsatz nach einem Einbruch im Vorjahr um gut 15 Prozent auf 139,9 Millionen Franken. Beim EBIT schaffte der Präzisionsmaschinenhersteller gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen und erzielte 8,2 Millionen nach einem Verlust von 5,7 Millionen im Vorjahr. Auch unterm Strich blieb mit 11,8 Millionen wieder ein Gewinn. Im Vorjahr hatten hohe Restrukturierungskosten belastet und zu einem Fehlbetrag von 24,0 Millionen geführt.

Restrukturierung und gute Nachfrage, Ausblick positiv

Neben der erfolgreichen Restrukturierung hätten insbesondere die steigende Nachfrage nach Werkzeugen im Geschäftssegment "Machining Solutions" und höhere Erträge im Geschäftssegment "Automation" zu dieser Entwicklung geführt, heisst es. Im Zuge der Fusion der vier Schweizer Gesellschaften realisierte Mikron zudem einen einmaligen positiven Steuereffekt in Höhe von 5 Millionen Franken.

Der Auftragseingang verbesserte sich um rund ein Drittel auf 167,5 Millionen Franken. Einerseits hätten sich die meisten Märkte erholt, andererseits habe es eine hohe Nachfrage in den Sparten "Mikron Tool" und "Automation" gegeben. Der Auftragsbestand legte um knapp 23 Prozent auf 190,2 Millionen per Mitte Jahr zu.

Europa inklusive der Schweiz war mit einem Umsatzanteil von 49 Prozent weiter der wichtigste Absatzmarkt der Gruppe. Während der Umsatz in dieser Region um 12 Prozent stieg, schnellte er in Asien um 63 Prozent nach oben. In den USA blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau.

In der aktuellen Pandemielage bleibe es zwar schwer, einen Ausblick zu geben, so Mikron weiter. Dennoch erwartet das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte eine ähnliche Profitabilität wie im ersten Semester, mit einer EBIT-Marge über 5 Prozent. Im Gesamtjahr wird entsprechend mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

(AWP)