Interview - Zurich-CEO Mario Greco: «Cyber-Angriffe in Zukunft eines der grössten Risiken»

Der Versicherungskonzern Zurich will seine Kunden stärker vor Hackerangriffen schützen.
10.10.2021 17:05
Zurich-CEO Mario Greco, zuvor war er Chef von Generali.
Zurich-CEO Mario Greco, zuvor war er Chef von Generali.
Bild: imago images / phototek

"Cyberangriffe sind in Zukunft eines der grössten Risiken für unsere Gesellschaft", sagte CEO Mario Greco im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Deshalb habe sein Konzern hohe Summen investiert, um den Kunden zu helfen, sich davor zu schützen.

Schon heute würden viele Firmen täglich von Hackern attackiert. Gerade kritische Lebensbereiche wie Gesundheit, Stormversorgung un Luftverkehr müssten deshalb besser vor Angriffen auf die Informatik geschützt werden, so der Zurich-CEO weiter. Die Rolle seines Unternehmens sieht Greco auch im präventiven Bereich: So müsse die "Versicherung der Zukunft" den Schaden verhindern, bevor er eintritt.

Digitalisierung fördert Innovation

In der zunehmenden Digitalisierung sieht der Zurich-CEO aber auch grosse Chancen für seine Branche. "Die Digitalisierung revolutioniert sowohl unser Sortiment an Produkten und Dienstleistungen wie auch die Vertriebskanäle." So würden bereits heute Schäden von Stürmen oder Überschwemmungen mit Hilfe von Drohnen abgeklärt oder künstliche Intelligenz zur Erledigung von Schadenansprüchen eingesetzt.

Das Spektrum für Innovationen ist laut Greco für Versicherungen grösser als bei Banken. "Versicherungen basieren auf einer Dienstleistung." Bei den Banken dagegen gehe es im Kern um das Ermöglichen von Transaktionen, was das Innovationspotenzial schmälere.

(AWP)