Schon am Freitag gingen die Titel des Biotechnologieunternehmens um 1,88 Prozent tiefer bei 17,73 Franken aus dem Handel. Rund eine Stunde vor Börsenschluss standen die Titel bei 17,54 Franken. Sie waren auch schon damit auf dem tiefsten Stand seit April 2025 beziehungsweise auf einem Anderthalbjahrestief angelangt.
Der neuerliche Dämpfer zum Wochenauftakt folgt nun auf eine mehrwöchige Talfahrt, welche die Valoren des in Schlieren ZH beheimateten Unternehmens vom Zwischenhoch bei 24,50 Franken um 28,3 Prozent auf den momentanen Stand hinabgeführt hat.
Für den Verfall des Aktienpreises der vergangenen Wochen gibt es verschiedene Gründe. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 101,7x sind die Titel alles andere als ein Schnäppchen und daher nur bei starkem Wachstum für einen Zukauf geeignet. Sie sind zudem nach wie vor im Griff von Leerverkäufern, die auf sinkende Kurse setzen und so auch die Stimmung anderer Börsianer dämpfen. Ferner hatten sich manche Investoren jüngst neue mittelfristige Finanzziele erhofft. Doch das Management bestätigte den mittelfristigen Ausblick lediglich.
Gemessen an den Analysteneinschätzungen ist die Aktie von Kuros inzwischen jedoch deutlich unter ihre Möglichkeiten gefallen. Das durchschnittliche Kursziel der von der Nachrichtenagentur AWP erfassten Analysten beträgt 33,76 Franken. Es weist auf einen Zuwachs um mehr als 90 Prozent in den nächsten zwölf Monaten hin. Fünf von fünf Experten stufen Kuros mit «Kaufen» ein. Es gibt weder «Halten»- noch «Verkaufen»-Ratings.
Zu den Optimisten zählen der zuständige Experte der Bank Berenberg, Christian Ehmann, und die zuständige Analystin der UBS, Tanya Hansalik. Ehmann sieht die Aktie bei 32 Franken und empfiehlt sie zum Kauf. Hansalik traut den Titeln des Biotechnologieunternehmens 33 Franken zu und rät ebenfalls zum Kauf.
Das Management von Kuros legte Mitte August die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 vor. Der Umsatz stieg gegenüber dem ersten Semester 2025 um 45 Prozent auf 92,4 Millionen US-Dollar, und auf den Nettoverlust von 2 Millionen US-Dollar folgte ein Nettogewinn von 4,4 Millionen US-Dollar. Die Ebitda-Marge weitete sich auf 13,6 von 12,3 Prozent.
Kuros strebt weiterhin ein 35-prozentiges Umsatzwachstum und eine Ebitda-Marge von rund 14 Prozent im Gesamtjahr 2026 an. Im Jahr 2028 soll der Umsatz zwischen 300 und 330 Millionen US-Dollar liegen, während die Ebitda-Marge mindestens 20 Prozent betragen soll.

