Die iranische Nachrichtenagentur widerspricht damit Andeutungen von US-Präsident Donald Trump, dass Gespräche bald wieder aufgenommen werden könnten.

«Die iranische Delegation, die sich derzeit in New York aufhält (im Rahmen der UN-Generalversammlung, Anm. d. Red.), plant keine Verhandlungen mit den USA», schreibt Irna am Montag unter Berufung auf eine der Delegation nahestehende Quelle.

US-Präsident Trump erklärte am Sonntag gegenüber Axios, er rechne in Kürze mit einer Wiederaufnahme der Gespräche mit dem Iran, einen Tag nachdem er einen von Teheran vorgelegten Plan zur Wiedereröffnung der Strasse von Hormus innerhalb von sieben Tagen abgelehnt hatte.

«Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran wurden der amerikanischen Seite am vergangenen Dienstag über einen katarischen Vermittler klar und deutlich mitgeteilt», fügt die Agentur Irna hinzu und fügt an, dass die iranische Delegation am Dienstag nach Teheran zurückkehren werde.

Sieben Bedingungen vom Iran

Der Iran gab an, sieben Bedingungen für die Beendigung des Krieges und die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus vorgelegt zu haben. Diese strategisch wichtige Meerenge steht im Mittelpunkt des Konflikts, den die USA und Israel Ende Februar mit Luftangriffen auf den Iran ausgelöst haben. Seitdem beansprucht die Islamische Republik die Kontrolle der Meerenge, woraufhin Washington im Gegenzug eine Blockade der iranischen Häfen verhängt hat.

Laut Axios könnten bereits am Montag indirekte Gespräche unter Vermittlung katarischer Vermittler stattfinden, weniger als eine Woche nach ebenfalls indirekten Verhandlungen zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner einerseits und dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi andererseits.

Der Iran fordert als Vorbedingung für eine Wiedereröffnung der Strasse von Hormus die Einstellung aller Feindseligkeiten im Nahen Osten für sieben Tage, einschliesslich im Libanon, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl und das Ende der US-Seeblockade gegen den Iran.

Donald Trump lehnte diesen Vorschlag am Samstag ab. Im Nahen Osten ist in den letzten Wochen jedoch eine Entspannung zu beobachten: Die USA haben den Iran seit dem 1. September nicht mehr angegriffen, auch wenn Schiffe in der Strasse von Hormus regelmässig ins Visier genommen werden.

(AWP)