Die Inflation werde unweigerlich zunehmen, wenn die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten andauerten, sagte Giorgetti am Freitag bei einer Konferenz in Portofino. Er äusserte sich per Videoschalte aus Dublin, wo das Treffen der europäischen Finanzminister stattfindet. Die Regierung in Rom bereitet derzeit eine Aktualisierung ihrer Haushaltspläne für die Jahre ab 2027 vor.
Die Kosten für die Aufnahme neuer Kredite waren für Italien in der vergangenen Woche bei einer Auktion in die Höhe geschnellt. Die Rendite der dreijährigen Anleihe erreichte mit 3,43 Prozent den höchsten Stand seit Juni 2024, bei einer siebenjährigen Anleihe waren es 3,98 Prozent und damit der höchste Wert seit November 2023. Je höher der Risikoaufschlag ist, den Investoren am Kapitalmarkt verlangen, desto teurer wird es für Staaten, neue Schulden zu machen.
Dem jüngsten Haushaltsplan zufolge soll Italiens Staatsverschuldung in diesem Jahr einen Höchststand von fast 139 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen. Damit würde Italien Griechenland als am höchsten verschuldeter Staat der Eurozone ablösen. Um die Kaufkraft von Familien zu erhalten, will die Regierung in Rom ab dem kommenden Jahr die Kfz-Steuer für 14,5 Millionen Autos und Motorräder abschaffen, was den Staat 2,4 Milliarden Euro kostet.
(Reuters)

