Mit den gesunkenen Ausgaben haben die Verbraucher in Japan die Sorge vor einer schwachen Binnennachfrage geschürt. Die Haushaltsausgaben sanken um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie aus am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervorging. Dies war der stärkste Rückgang seit zweieinhalb Jahren und der achte Rückgang in Folge. Einem Ministeriumsvertreter zufolge gaben die Verbraucher zwar mehr für Unterhaltung und Haushaltswaren aus, sparten jedoch bei Lebensmitteln und Verkehr.
Grund dafür sind nach Einschätzung von Analysten die steigenden Lebenshaltungskosten. «Obwohl in den diesjährigen Frühjahrs-Lohnverhandlungen erneut hohe Lohnsteigerungen erzielt wurden, dürfte der Druck auf den Konsum zunehmen, da die höheren Preise künftig stärker durchschlagen werden», sagte Masato Koike, leitender Ökonom am Sompo Institute Plus. Die Daten werden von der japanischen Zentralbank genau beobachtet. Sie entscheidet noch in diesem Monat über eine mögliche Anhebung der Zinssätze. Die Kerninflation in Tokio, ein Frühindikator für die landesweite Entwicklung, hatte sich im August den dritten Monat in Folge beschleunigt.
(Reuters)

