Seine Ölraffinerie - Dangote Petroleum Refinery and Petrochemical - am Rand der Metropole Lagos profitiert von den globalen Lieferengpässen durch den Iran-Krieg, die die Nachfrage nach in Nigeria produziertem Kerosin in die Höhe treiben. Bei dem Börsengang könnte die Raffinerie Reuters-Berechnungen zufolge mit bis zu 47 Milliarden Dollar bewertet werden.
Die rund 20 Milliarden Dollar teure Anlage wurde 2024 in Betrieb genommen und liefert den Grossteil des im Inland produzierten Benzins. Derzeit verarbeitet die Anlage 700'000 Barrel Rohöl pro Tag. Bis 2029 soll sich die Menge auf 1,4 Millionen Barrel verdoppeln.
Angeboten werden 4,1 Milliarden Stammaktien zu je 525 Naira, umgerechnet etwa 0,40 Dollar. Bei vollständiger Zeichnung würde das Unternehmen 2,15 Billionen Naira (1,6 Milliarden Dollar) einnehmen. Bei einer Überzeichnung könnte das Volumen durch eine Mehrzuteilungsoption auf rund 2,1 Milliarden Dollar steigen.
Der reichste Mann Afrikas richtet sich mit dem Angebot gezielt auch an Kleinanleger, die über digitale Plattformen ab zehn Anteilsscheinen einsteigen können. Es gebe keine Einschränkungen, wer diese Papiere erwerben dürfe, sagte Dangote. «Wir wollen, dass jeder (...) eine Aktie besitzen kann.»
Unternehmer Chris Chijioke will nach eigenen Angaben 2000 Aktien kaufen. Die Grösse der Raffinerie und Dangotes Erfolgsbilanz als Geschäftsmann sprächen dafür. Er äusserte jedoch Bedenken hinsichtlich des Ausgabepreises. Sollten sich die Pläne zur Verdoppelung der Raffineriekapazität verzögern, sei der Preis nicht gerechtfertigt. «Ich persönlich halte sie für überbewertet», sagte Chijioke zu Reuters.
(Reuters/cash)

