Die Schweizer Privatbank Julius Bär will eigene Aktien im Wert von bis zu 600 Millionen Franken zurückkaufen. Das Programm solle in den kommenden Wochen starten und innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden, teilte das Institut am Freitag mit. Der Rückkauf solle über eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse SIX erfolgen. Zudem überarbeite die Bank ihre Ausschüttungspolitik. Demnach wolle Julius Bär die Dividendenausschüttungsquote zwischen 40 und 60 Prozent des Konzerngewinns beibehalten, strebe jedoch eine progressive Dividende je Aktie an. Die harte Kernkapitalquote (CET1) solle weiterhin bei 15 Prozent liegen.
Kürzlich hatte die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma ein Untersuchungsverfahren gegen Bär abgeschlossen und damit auch Aktienrückkäufe wieder möglich gemacht. «Der Verwaltungsrat ist erfreut über die Fortschritte, die Stefan Bollinger und das Führungsteam bei der Bewältigung von Altlasten erzielt haben, sowie über den offenen und transparenten Dialog, der während des gesamten Prozesses mit der Aufsichtsbehörde gepflegt wurde», erklärte Verwaltungsratspräsident Noel Quinn. Überschüssiges Kapital werde an die Aktionäre zurückgezahlt, während gleichzeitig die finanzielle Stärke für die Ziele des Zyklus von 2026 bis 2028 gewahrt bleibe.
(Reuters)

