Kaufempfehlung - IPO-Bank UBS sieht bei der Stadler-Rail-Aktie «Licht am Ende des Tunnels»

Die UBS rät bei der Aktie von Stadler Rail neuerdings zum Einstieg. Es war die Grossbank, die den Schienenfahrzeughersteller im April 2019 gemeinsam mit der Credit Suisse an die Börse brachte.
22.02.2021 11:19
Von Lorenz Burkhalter
Eine Zugskomposition von Stadler Rail an einer Bahnmesse in Moskau.
Eine Zugskomposition von Stadler Rail an einer Bahnmesse in Moskau.
Bild: Bloomberg

Es dürfte wie Musik in den Ohren von Stadler-Rail-Patron Peter Spuhler klingen: Die UBS stuft die Aktie des Schienenfahrzeugherstellers aus dem thurgauischen Bussnang von "Neutral" auf "Buy" herauf. Die Grossbank traut ihr über die nächsten 12 Monate einen Vorstoss auf 52 (zuvor 42,50) Franken zu.

Die UBS räumt zwar ein, dass auf kurze Sicht noch einmal mit Ergebnisenttäuschungen zu rechnen ist. Allerdings geht man bei der Grossbank ab der zweiten Jahreshälfte von einer Erholung des freien Cashflows und damit verbunden von steigenden Kursnotierungen aus.

Die Kaufempfehlung verleiht der Stadler-Rail-Aktie neuen Schwung. Nach einem Vorstoss auf 46 Franken gewinnt sie zur Stunde noch 4 Prozent auf 45,20 Franken.

UBS um einiges zuversichtlicher als Erzrivalin Credit Suisse

Die UBS ist ja auch nicht irgendjemand, sondern gemeinsam mit der Erzrivalin Credit Suisse hauptverantwortlich in der Begleitung des Börsengangs vom April 2019.

Anders als die UBS gibt sich die Credit Suisse deutlich zurückhaltender. Mitte Dezember reduzierte die kleinere der beiden Schweizer Grossbanken ihre Gewinnerwartungen für Stadler Rail um durchschnittlich 4 Prozent. Jene für den freien Cashflow strich sie bei dieser Gelegenheit gar um gut 50 Prozent zusammen. Dadurch fiel das Kursziel für die mit "Neutral" eingestufte Aktie auf 35 (zuvor 37) Franken. Unter den bestmöglichen Annahmen traut jedoch auch die Credit Suisse der Aktie Kurse von bis zu 55 Franken zu.

Kursentwicklung der Aktien von Stadler Rail seit dem Börsengang von Mitte April 2019 (Quelle: www.cash.ch)

Einen ersten Vorgeschmack darauf, welche der beiden Hauptverantwortlichen des Börsengangs mit ihrer Einschätzung denn nun richtig liegt, verspricht die Jahresergebnisveröffentlichung vom 11. März. Bis dahin müssen sich die Aktionäre des Schienenfahrzeugherstellers noch in Geduld üben. Fast noch wichtiger als der Zahlenkranz dürften an diesem Tag die zukunftsgerichteten Aussagen sein.

Nach einem Vorstoss in die Nähe von 48 Franken ist die Stadler-Rail-Aktie zuletzt wieder etwas im Kurs zurückgefallen. Im Jahresvergleich errechnet sich gar ein Minus von gut 10 Prozent. Dennoch: Stadler Rail ist beim cash Insider fester Bestandteil der Schweizer Aktienfavoriten für das Börsenjahr 2021 (cash berichtete).