Klimainvestitionen - BASF und Deutsche Bank schliessen sich Debütanten bei Green Bonds an

Erstmalige Emittenten sorgen für eine Erholung der Green-Bond-Emissionen. Nach dem Coronavirus-bedingten Einbruch der Aktivitäten kehrt wieder Leben in den Markt zurück.
31.05.2020 02:56
BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller anlässlich der Bilanzpressekonferenz der BASF am 28.02.2020 in Ludwigshafen.
BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller anlässlich der Bilanzpressekonferenz der BASF am 28.02.2020 in Ludwigshafen.
Bild: imago images / STAR-MEDIA

Der deutsche Chemiekonzern BASF folgte dem Trend und bot am Donnerstag seine erste grüne Anleihe neben einem konventionellen Papier an. Credit Suisse und der Telekom-Anbieter Swisscom haben in den letzten Wochen ebenfalls am Markt für Umweltanleihen debütiert, während das französische Kreditinstitut BPCE seinen ersten grünen Covered Bond begab.

Die Deutsche Bank und Ungarn könnten zu den nächsten Neulingen am Markt gehören, nachdem die Emittenten in einer Zeit der Marktruhe die Möglichkeit haben, zeitaufwändige Green-Bond-Richtlinien festzulegen und vorzustellen. Auch kehrt das Vertrauen zurück, wieder Kapital über Schuldverschreibungen mit eingeschränkter Erlös-Verwendung aufzunehmen. Das ist ein starker Kontrast zu den letzten Monaten, als Kreditnehmer sich darauf konzentrierten, konventionelle Anleihen so schnell wie möglich zu begeben, um sich angesichts der virusbedingten Volatilität Liquidität zu sichern.

Covid-19 verursachte nur eine "vorübergehende Verlangsamung" des "unaufhaltsamen" Wachstums des Green-Bond-Marktes, sagt Stefan Weiler, Leiter der Fremdkapitalmärkte für Mittel- und Osteuropa, den Nahen Osten und Afrika bei JPMorgan. Die Bank arbeitet an Ungarns möglicher Green-Bond-Transaktion.

(Bloomberg)