Mit den immer häufigeren Rekord-Hitzewellen in den vergangenen Jahren habe sich Deutschland damit stärker erwärmt als die übrige Welt mit 1,2 Grad, erklärte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) am Dienstag bei der Vorstellung des Monitoringberichts zur Klimaanpassung. Deutschland verliert dem Bericht zufolge jährlich so 2,5 Kubikilometer Wasser und damit seit der Jahrtausendwende die Menge des Bodensees. Wälder und Feuchtgebiete litten, die Kosten des Extremwetters summierten sich allein seit 2018 auf 80 Milliarden Euro.
«Die Schmerzgrenze des Planeten ist erreicht», sagte Lemke. «Die Klimakrise zwingst uns zum Handeln.» Das gelte trotz der Debatte über den Bundeshaushalt. Lemkes «Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz» sollte eigentlich bis 2026 mit vier Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert werden, die jetzt infrage stehen.
(Reuters)
