Konjunktur - Produzentenpreise in China mit stärkstem Anstieg seit 1996

Die chinesischen Industriebetriebe haben ihre Preise im September wegen anhaltend hoher Rohstoffkosten, Stromausfällen und Lieferengpässen stärker angehoben als erwartet.
14.10.2021 04:21
Autos warten darauf, verschifft zu werden in Lianyungang, der Provinz Jiangsu in China.
Autos warten darauf, verschifft zu werden in Lianyungang, der Provinz Jiangsu in China.
Bild: imago images / VCG

Der Erzeugerpreisindex (PPI) stieg im September um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit so schnell wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Oktober 1996, wie das Statistikamt (NBS) am Donnerstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer Teuerungsrate von 9,0 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Produzentenpreise um 9,5 Prozent zugelegt. Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

In der Volksrepublik ist die Teuerung für die Konsumenten bislang niedrig. Der chinesische Verbraucherpreisindex (CPI) legte im September um 0,7 Prozent im Jahresvergleich zu. Analysten hatten einen Anstieg von 0,9 Prozent erwartet. 

(Reuters)