Kryptowährung - Bitcoin erholt sich nach Ausverkauf - Experte warnt Schnäppchenjäger

Nach dem Ausverkauf und dem Rutsch unter die Marke von 30'000 Dollar erholt sich Bitcoin wieder.
23.06.2021 13:05
Eine Bitcoin-(Symbol)Münze.
Eine Bitcoin-(Symbol)Münze.
Bild: Pixabay

Der Kurs der Cyber-Devise zog am Mittwoch mehr als drei Prozent an und pendelte um die Marke von 34'000 Dollar. "Spekulanten haben den kräftigen Rückschlag vom Vortag genutzt, um wieder einzusteigen", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

Zu früh sollten sich Schnäppchenjäger aber nicht freuen, betonte Emden. "China hat offensichtlich nicht nur dem heimischen Mining-Geschäft, sondern auch Bitcoin & Co zumindest temporär den Stecker gezogen." Digitalwährungen drohten wegen des Regulierungsdrucks aus der Volksrepublik eine längere Durststrecke.

Die chinesische Regierung greift im Kampf gegen Spekulationen mit Kryptowährungen immer härter durch. Zuletzt ordneten die Behörden die Schliessung von Serverfarmen an. Zugleich wurden Geldhäusern und Zahlungsdienstleistern Geschäfte rund um Kryptowährungen verboten. Dies hatte am Dienstag Bitcoin um bis zu zwölf Prozent auf ein Fünf-Monats-Tief von 28'800 Dollar einbrechen lassen.

"Das Verbot für Bitcoin-Mining in China ist ein Schlüsselmoment in der Geschichte des Bitcoin-Minings", sagte auch Alain Kunz, Chef für digitale Anlageklassen bei der Bank Cler. Er äusserte die Erwartung, dass in den nächsten Monaten auf der ganzen Welt neue Standorte für das Mining-Geschäft gesucht werden.

Beim "Schürfen" oder "Mining" von Kryptowährungen stellen Nutzer Rechnerkapazitäten für die Verschlüsselung und Validierung von Transaktionen zur Verfügung. Sie werden dafür in der jeweiligen Internet-Devisen bezahlt. Der hohe Energiebedarf der Mining-Serverfarmen steht seit längerem in der Kritik. Tesla-Chef Elon Musk hatte mit Klimabedenken auch seine Kehrtwende begründet, Bitcoin nicht mehr zum Kauf von Elektroautos seiner Firma zu akzeptieren. Bislang wurde weltweit rund die Hälfte der neuen Bitcoin in China geschürft.

(Reuters)