Mit dem Höchststand wurde der bisherige Höchststand von Anfang Jahr übertroffen. Innert eines Jahres hat sich das Buntmetall damit um mehr als 40 Prozent verteuert, innert zehn Jahren gar verdreifacht.
Für den Preisanstieg gibt es mehrere Gründe. Einerseits sorgen sich Marktteilnehmer um das Angebot. So ist die Kupferproduktion in Chile zuletzt wegen ungünstiger Wetterbedingungen deutlich zurückgegangen. Laut Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht lag die Produktion 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Chile ist der weltweit grösste Produzent von Kupfererz.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Zwischenfälle in Minen die Förderung in Chile gebremst. Auch Produktionsprobleme in anderen wichtigen Förderländern wie Indonesien hatten das Angebot belastet.
Das Metall wird unter anderem für Stromnetze, Elektrofahrzeuge und andere Anwendungen der Energiewende benötigt. Hinzu kommt ein wachsender Bedarf durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz sowie die Rüstungsindustrie.
Für zusätzliche Nervosität sorgen mögliche neue US-Zölle. Die USA importierten im Juli mit 225'000 Tonnen so viel raffiniertes Kupfer wie noch nie seit Beginn der Statistik im Jahr 1990. Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass US-Präsident Donald Trump auch die Einfuhr von raffiniertem Kupfer mit zusätzlichen Zöllen belegen könnte.
Bislang gelten die von Washington verhängten Kupferzölle allerdings nur für bestimmte weiterverarbeitete Produkte wie Rohre, Drähte, Stangen und Platten. Raffiniertes Kupfer selbst ist davon nicht betroffen.
(AWP)

