Lebensversicherer - Swiss Life erzielt weniger Prämieneinnahmen

Die Swiss Life hat im ersten Quartal 2017 etwas weniger an Prämien eingenommen. Im kommissionsbasierten Geschäft, das von der Swiss Life forciert wird, wuchs die Gruppe.
10.05.2017 07:26
Eingang am Hauptsitz von Swiss Life am Mythenquai in Zürich.
Eingang am Hauptsitz von Swiss Life am Mythenquai in Zürich.
Bild: cash

Die verbuchten Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltenen Einlagen sind um 2 Prozent auf 6,54 Milliarden Franken zurückgegangen. In Lokalwährungen gerechnet sanken sie um 1 Prozent, wie die Swiss Life am Mittwoch schreibt. Die sogenannten Fee-Erträge nahmen hingegen um 3 Prozent (+5 Prozent in LW) auf 340 Mio zu.

Im Heimmarkt Schweiz ist das Geschäftsvolumen um 7 Prozent auf 4,57 Milliarden Franken zurückgegangen. Die Swiss Life begründet diesen Rückgang mit der selektiven Zeichnungspolitik in der Vollversicherung der zweiten Säule, die sie vor allem mit Blick auf das Tiefzinsumfeld anwendet. Im zweitwichtigsten Markt Frankreich resultierte dagegen ein Plus von 4 Prozent (+6 Prozent in LW) auf 1,13 Milliarden. Und in Deutschland stagnierte (-2 Prozent in LW) das Prämienvolumen bei 345 Mio.

Die Angaben zur Volumenentwicklung im ersten Quartal liegen in etwa im Rahmen der Erwartungen der Bank Vontobel, während Kepler Cheuvreux vor allem in der Schweiz ein höheres Volumen erwartete. Die Bank Vontobel hatte im Vorfeld auf Gruppenebene mit einem Geschäftsvolumen in Höhe von 6,52 Milliarden Franken und Kepler mit 6,94 Milliarden gerechnet. Die Vorgaben für die Schweiz liegen bei 4,73 Milliarden (Vontobel) bzw. 5,09 Milliarden (Kepler), jene für Frankreich bei rund 1,1 Milliarden und für Deutschland zwischen 0,3 und 0,4 Milliarden.

Die Swiss Life sei gut in das Jahr 2017 gestartet, wird Finanzchef Thomas Buess in der Mitteilung zitiert. "Wir konnten auch eine Steigerung bei den Fee-Erträgen und den verwalteten Vermögen erzielen. Das zeigt, dass wir in der Umsetzung unseres Unternehmensprogramms 'Swiss Life 2018' weitere Fortschritte machen." Der Einheit "Asset Managers" sind im Quartal im Geschäft mit Drittkunden Neugelder im Umfang von 2,66 Milliarden Franken (VJ 2,34 Milliarden) zugeflossen. Die verwalteten Vermögen nahmen dabei seit Jahresbeginn um 6 Prozent auf 52,7 Milliarden zu.

Auf den Kapitalanlagen belief sich die Nettorendite (nicht annualisiert) bei 0,5 Prozent nach 0,7 Prozent im Vorjahr. Die Solvenzquote SST lag per 1. Januar 2017 bei 161 Prozent nach gut 140 Prozent im September.

(AWP)