Lebensversicherer - Swiss Life übertrifft die Erwartungen

Der Lebensversicherer Swiss Life hat in den ersten neun Monaten etwas mehr an Prämien eingenommen und die Einnahmen aus dem gebührenbasierten Geschäft weiter gesteigert.
08.11.2017 07:36
Das Logo von Swiss-Life am Hauptsitz.
Das Logo von Swiss-Life am Hauptsitz.
Bild: ZVG

Die Prämieneinnahmen stiegen auf Gruppenebene sowohl in Franken als auch in Lokalwährungen um 3% auf 13,8 Mrd CHF, wie die Swiss Life am Mittwoch schreibt. Derweil legten die Einnahmen im sogenannten Fee-Geschäft um 6% (+7% in LW) auf 1,04 Mrd zu.

Die Swiss Life habe im dritten Quartal die positive Entwicklung des ersten Halbjahres fortgesetzt, wird CEO Patrick Frost in der Mitteilung zitiert. Und auch mit dem Wachstum der Fee-Erträge seien in einem strategisch wichtigen Bereich Fortschritte erzielt worden. "Zudem konnten wir trotz weiterhin striktem Fokus auf Profitabilität die Prämieneinnahmen steigern", so Frost

Im Heimmarkt Schweiz sind die Prämieneinnahmen in den Monaten Januar bis September um 7% auf 7,60 Mrd CHF zurückgegangen. Die Swiss Life setzt den Fokus seit einigen Jahren auf die Kapitaleffizienz und hält sich beim Zeichnen von Geschäft bei Unternehmenskunden zurück. In Frankreich kletterten die Einnahmen dagegen um 13% auf 3,69 Mrd in die Höhe und in Deutschland um 1% auf 911 Mio. Der stärkste Anstieg gelang im internationalen Geschäft mit einem Plus von 59% auf 1,61 Mrd.

Die Swiss Life Asset Managers verbuchten derweil mit externen Kunden einen Nettoneugeldzufluss von 7,0 Mrd CHF und steigerten so die verwalteten Vermögen für Drittkunden auf 60,8 Mrd (Ende 2016: 49,6 Mrd). Die Fee-Erträge in diesem Bereich nahmen um 8% auf 455 Mio zu.

Über den Vorgaben der Analysten

Mit den Zahlen zum Geschäftsvolumen hat die Swiss Life die Vorgaben der Analysten übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) hatten die Experten auf Gruppenebene mit Prämieneinnahmen in Höhe von 13,2 Mrd CHF gerechnet. Die Schätzungen für die Schweiz beliefen sich auf 7,44 Mrd, für Frankreich auf 3,54 Mrd, für Deutschland auf 893 Mio und für International auf 1,39 Mrd.

Mit den Kapitalanalagen erreichte die Gruppe wie im Vorjahr eine nicht annualisierte direkte Anlagerendite von 2,2%, und die Nettoanlagerendite lag ebenfalls nicht annualisiert bei 1,8% nach 2,3%. Die SST-Quote liege auf Basis des mit Auflagen genehmigten internen Modells per 30. September bei rund 175%, so die Mitteilung weiter.

"Die Ergebnisse der ersten drei Quartale 2017 stimmen uns weiterhin zuversichtlich, dass wir unsere finanziellen Ziele für 2017 erreichen werden", erklärt Patrick Frost im Ausblick.

Im November 2018 will die Swiss Life an einem Investorentag neue strategische Ziele formulieren. Im Rahmen des Unternehmensprogramms "Swiss Life 2018" strebt die Gruppe derzeit eine um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite in einer Bandbreite von 8% bis 10% und Kosteneinsparungen von 100 Mio CHF an.

(AWP)