Die Aktien von Leonteq fallen am Dienstag nach Handelseröffnung 0,9 Prozent auf 18,76 Franken. Dabei kommt es zu einzelnen Gewinnmitnahmen. Denn ein neues 13-Monate-Hoch hatte der Titel bereits am Montag mit einer Notierung von über 19 Franken erreicht.
Die Leonteq-Aktie ist in den letzten Wochen stark angestiegen. Der Zuwachs seit dem 21. Juli beträgt 25 Prozent.
Der Derivate-Spezialist hat im ersten Halbjahr 2026 wie angekündigt die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, wie am 23. Juli bekannt wurde. Dabei wurden die Markterwartungen bei den Gewinnzahlen übertroffen. Bereits Mitte Juni konnte Leonteq sämtliche regulatorischen Altlasten abschliessen.
Zudem beabsichtigt Leonteq, Anfang 2027 ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, sofern es die Kapitalausstattung zulässt. Geprüft werde eine Gesamtausschüttung an die Aktionäre in Höhe des Konzerngewinns 2026.
Bei Leonteq wurde überdies der im März angekündigte Verkauf eines grossen Aktienpakets, das bisher im Besitz von Raiffeisen war, abgeschlossen, wie am Montag bekannt wurde. Der 22,7-Prozent-Anteil sei wie geplant an H21 Macro Limited und vier private Investoren gegangen, hiess es in einer Mitteilung vom Montagabend.
Hedgefonds-Pionier Rainer-Marc Frey neuer grösster Einzelaktionär
Neuer grösster Einzelaktionär ist Hedgefonds-Pionier Rainer-Marc Frey. Er hält nun indirekt über H21 Macro Limited 23,3 Prozent der Aktien. Raiffeisen besitzt laut den Angaben noch 7,0 Prozent.
Rainer-Marc Frey stieg bereits 2017 beim kriselnden Derivateanbieter ein und baute sich bis 2018 eine Beteiligung von geschätzten 14 Prozent auf. Welche Pläne er mit Leonteq als grösster Einzelaktionär nun hat, bleibt offen. Leonteq kündigte für den 21. September eine ausserordentliche Generalversammlung an. Die Themen sollen demnächst bekannt gegeben werden.
An der ordentlichen Generalversammlung im April wurde - nicht wie ursprünglich geplant - über den Wechsel im Verwaltungsratspräsidium abgestimmt. Laut den Plänen hätte eigentlich Felix Oegerli das Amt übernehmen sollen. Dieser ist jedoch Teil der Aktionärsgruppe, die das Raiffeisen-Paket kaufte.
Bis zum Erhalt der Genehmigungen und zum Abschluss der Transaktion wollte sich dieser noch nicht zur Wahl stellen. Daher stellte sich der bisherige Präsident Christopher Chambers im April für die Übergangszeit zur Wiederwahl.
(cash/AWP)
