Er übernimmt die verbleibenden Titel der Bank Raiffeisen, die sich als Leonteq-Aktionärin zurückzieht.
Der als aktivistischer Investor geltende Rainer-Marc Frey hat über seine Gesellschaft H21 Macro Limited insgesamt 1,19 Millionen Leonteq-Aktien respektive knapp 6,5 Prozent der ausstehenden Leonteq-Aktien von Raiffeisen Schweiz erworben, wie Leonteq am Donnerstagabend mitteilte. Frey halte damit direkt und indirekt 29,78 Prozent an Leonteq.
Aktienrückkauf beantragt
Die Aktientransaktion erfolgt im Vorfeld der für den 21. September angesetzten ausserordentlichen Generalversammlung. An dieser soll über einen Antrag von Frey für ein Aktienrückkaufprogramm abgestimmt werden. Der Vorschlag sieht vor, dass Leonteq von Herbst 2026 und Ende Juni 2028 maximal 5 Millionen Namenaktien für einen maximalen Anschaffungswert von 100 Millionen Franken zurückkaufen soll.
Der Verwaltungsrat von Leonteq hatte zum Antrag von Frey keine Empfehlung abgegeben. An der GV geht es ausserdem um Änderungen im Verwaltungsrat: Andreas Casutt soll als neuer Verwaltungsratspräsident und Reto Suter als Verwaltungsratsmitglied gewählt werden.
Ausserdem sollen die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung für das Jahr 2025 entlastet werden, was wegen einer laufenden Finma-Untersuchung bei der letzten Aktionärsversammlung ausgeklammert wurde.
Die nun von Rainer-Marc Frey erworbenen Aktien können an den Abstimmungen allerdings nicht teilnehmen, wie Leonteq in der Mitteilung schreibt. Nur die am 14. September 2026 im Aktienregister mit Stimmrecht eingetragenen Aktien seien stimmberechtigt. Verkäufe nach diesem Stichtag führten zum Verlust des Stimmrechtsumfangs.
Raiffeisen steigt vollständig aus
Raiffeisen ist mit dem Verkauf vollständig als Aktionärin bei Raiffeisen ausgestiegen, wie die Bank am Donnerstagabend mitteilte. Raiffeisen wolle sich nun auf «die operative Zusammenarbeit mit der Leonteq» konzentrieren, heisst es in der Mitteilung weiter.
Zuletzt hielt die Bankengruppe noch einen Anteil von knapp 7 Prozent. Bereits Anfang des Jahres hatte sie ein Aktienpaket von 16,2 Prozent an die H21 Macro von Rainer-Marc Frey und weitere 6,5 Prozent an die privaten Investoren veräussert. Zum Kaufpreis wurden damals keine Angaben gemacht.
Damit geht eine lange Geschichte der Raiffeisen-Bank als Leonteq-Aktionärin zu Ende. Im Jahr 2013 stieg Raiffeisen über die Notenstein Privatbank bei Leonteq ein. Über viele Jahre war die Bank die grösste Leonteq-Aktionärin.
(AWP)

