Grund für die tieferen Wachstumserwartungen sind vor allem Lieferengpässe bei Reinigungsmitteln in den USA und ein Rückschlag bei seinen Vitamin-Produkten in China, wie Reckitt am Dienstag in London mitteilte. An der Londoner Börse rutschte die Aktie nach den Nachrichten deutlich ab, zuletzt um fast sechs Prozent. Das Management rechnet nun für die Kernmarken im Jahr 2026 noch mit einem Umsatzplus auf vergleichbarer Fläche von 3,5 bis 4,5 Prozent. Zuvor lag die Prognose an beiden Enden jeweils 0,5 Prozentpunkte höher.
Reckitt kämpft derzeit in Nordamerika mit Lieferproblemen bei seiner Reinigungsmarke Lysol, während der Konzern zugleich seine Kapazitäten dort ausbaut. Dies habe vorübergehend zu Produktionseinschränkungen geführt, sagte Konzernchef Kris Licht laut Mitteilung, weshalb der Konzern die Nachfrage nicht vollständig bedienen konnte.
In Europa hingegen sei Reckitt zu Wachstum zurückgekehrt, und die Schwellenländer seien in allen Regionen gewachsen, führte der Manager weiter aus. Konzernweit legte so der vergleichbare Umsatz im Kerngeschäft im dritten Quartal im Jahresvergleich um 3,3 Prozent auf fast 2,7 Milliarden britische Pfund (3,2 Milliarden Euro) zu.
(AWP)

