Opfer des Sparkurses werden auch einzelne Mitarbeiteranlässe wie das Ski-Weekend und möglicherweise die Weihnachtsfeier des Premium-Schokoladenherstellers. Das jährliche Skiwochenende in Grindelwald wird einmalig ausgesetzt, wie eine Lindt-&-Sprüngli-Sprecherin der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage am Mittwoch bestätigte. Laut dem Finanzportal «Inside Paradeplatz» soll möglicherweise auch die Weihnachtsfeier in diesem Jahr ausfallen.

Auch bei der Personalplanung fährt der Konzern einen zurückhaltenden Kurs. Betriebsbedingte Kündigungen seien aktuell aber nicht geplant, sagte die Firmensprecherin weiter. Lindt & Sprüngli sei «seit langem sehr restriktiv mit Neuanstellungen». Zunächst würden jeweils mögliche Alternativen geprüft.

Hintergrund der Sparanstrengungen sind die seit Ende 2023 stark gestiegenen Kakaopreise. Lindt & Sprüngli habe deshalb verschiedene Effizienz- und Kostensparprogramme eingeführt, um die Preissteigerungen für die Konsumenten so gering wie möglich zu halten, hiess es vom Konzern. Angaben zum gesamten Einsparvolumen oder zu weiteren betroffenen Bereichen machte er nicht.

Der Konzern steht seit den Halbjahreszahlen im Juli verstärkt unter Druck. Zwar bestätigte Lindt & Sprüngli damals den Jahresausblick, doch er hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres teils kräftige Absatzeinbussen hinnehmen müssen. Die stark erhöhten Produktepreise vergraulten Konsumenten und belasteten die Verkäufe.

(AWP)